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So interessant können Übersetzungslösungen sein

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Warum Like-Blog? Nun, zum einen ist dieser Blog ein Blog, den Sie mögen (und regelmäßig lesen) sollten – zumindest dann, wenn Sie sich für Übersetzungen interessieren. Zum anderen ist das hier behandelte Thema eines, in dem die sinnstiftende Ähnlichkeit zwischen einem Text und seiner Übersetzung im Sprachenpaar Englisch-Deutsch eine zentrale Rolle spielt. Auf dieser Seite diskutiere ich einige interessante Übersetzungslösungen, die mir im Laufe meiner Tätigkeit als Übersetzer und Übersetzungswissenschaftler über den Weg gelaufen sind.

Eine Übersetzungslösung ist immer nur so gut wie die sie stützenden Argumente. Wer also positive oder negative Übersetzungskritik übt, muss diese auch begründen. Wie gut eine Übersetzungslösung ist, erweist sich erst in Relation zu anderen möglichen Übersetzungslösungen in einer gegebenen Übersetzungssituation. Daher sollte ein Übersetzungskritiker oder eine Übersetzungskritikerin nicht nur sagen, warum eine Übersetzungslösung schlecht ist, sondern auch aufzeigen, wie eine bessere Lösung aussehen könnte. Diese Grundsätze der Übersetzungskritik werde ich versuchen zu beherzigen. Das bedeutet auch: Wenn Sie Fragen zu meiner Argumentation haben oder anderer Meinung sind, lassen Sie es mich gerne wissen unter 04171 6086525 oder per E-Mail an bittner@businessenglish-hamburg.de. Doch nun genug der einleitenden Worte. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Verrückt (Januar 2026)

In „Think Really Different“ (Newsweek 2010) lesen wir:

„Apple is nuts about secrecy, for example.“

In deutscher Übersetzung: „Apple ist zum Beispiel ganz verrückt nach Geheimhaltung.“

Hier wird das Prädikat auf unidiomatische Weise verwendet. Denn „nach etwas verrückt sein“ bezieht sich auf Objekte, die ein bestimmtes Subjekt haben möchte. Dabei kann es sich auch um ideelle Werte handeln, wie zum Beispiel Liebe. Geheimhaltung ist jedoch nicht etwas, was man einfach haben kann, weil es sich bei Geheimhaltung genau genommen um einen Vorgang handelt, der eine Unterlassung – nämlich das Nicht-Verbreiten von Geheimnissen – beinhaltet. Und danach verrückt zu sein, dass jemand etwas nicht tut, ist mehr als ungewöhnlich.

Alternativen wären: Apple ist zum Beispiel äußerst empfindlich, wenn es um Geheimhaltung geht. Oder: Apple ist zum Beispiel um äußerste Geheimhaltung bemüht.